William Peart

Künstlerischer Mitarbeiter

Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
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17489 Greifswald

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Vita

Der aus England stammende Musiker William Peart zählt ohne Zweifel zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation und ist freischaffend als Organist, Cembalist sowie als Dirigent tätig.

Er geht einer ausgedehnten Konzerttätigkeit nach, die ihn an viele bedeutende Instrumente und Konzertsäle in Deutschland – darunter diejenigen in den Domkirchen zu Berlin, Brandenburg, Freiberg (Sachs.), Philharmonie Berlin, Thomaskirche, Nikolaikirche, Michaeliskirche und Gewandhaus Leipzig, St. Wenzel Naumburg, Schlosskirche Altenburg, Frauenkirche Dresden – vielen Ländern Europas, den USA und Kanada führte. Namhafte Auftritte bei europäischen Festivals u. a. bei dem Three Choirs Festival (UK), den Merseburger Orgeltagen, den Hildebrandt-Tagen Naumburg, der Greifswalder Bachwoche, dem Heinrich-Schütz-Musikfest Dresden sowie dem Bachfest Leipzig. Des Weiteren liegen zahlreiche Aufnahmen für Fernsehen, Rundfunk und CD von ihm vor (u. a. rbb Kultur, mdr Kultur, Deutschlandfunk Kultur, BBC Radio 3 sowie die BBC Proms).

Neben unterschiedlichster Solotätigkeit liegt William Peart die Kammermusik am Herzen. Auftritte bei renommierten Ensembles beinhalten Konzerte sowohl als Solist wie auch als Continuo-Spieler bei dem Monteverdi Choir & English Baroque Soloists, dem RIAS Kammerchor Berlin, dem GewandhausChor und 
-Orchester Leipzig, der Berliner Bach Gesellschaft, der Kammersymphonie Berlin, dem Bach Consort Leipzig & Sächsischen Barockorchester, der Internationalen Bachakademie Stuttgart sowie dem Vocalconsort Leipzig. 2023 rief er das Ensemble 300+ (Chor, Consort und Barockorchester) ins Leben. Gegründet anlässlich des 300. Jubiläums der Ernennung zum Thomaskantor, das Ensemble widmet sich prinzipiell dem Schaffen J. S. Bachs sowie seinen wichtigsten Zeitgenossen.

Er beschäftigt sich als Interpret mit einem umfangreichen Repertoire und brachte einige Werke von namhaften Komponist*innen zur Uraufführung, darunter Alec Roth (2019), Oleksandr Shchetynsky (2021), Sofia Gubaidulina (2024) und Frank Schwemmer (2025). Insbesondere gilt sein Interesse Gesamtwerk-Projekten, beispielsweise das Schaffen von Maurice Duruflé (2020), César Franck (2022), Franz Liszt (große Orgelwerke) und Julius Reubke (2023), sowie der dritte Teils der Klavierübung von J. S. Bach (2024).

William Peart studierte in Birmingham, Berlin und Leipzig Orgel (Meisterklassenexamen), Cembalo sowie Chorleitung und schloss seine Studien „mit Auszeichnung“ ab. Zu seinen Lehrern zählen u. a. Thomas Corns, Prof. Henry Fairs und Prof. Dr. Martin Schmeding (Orgelliteratur), Daniel Beilschmidt (Orgelimprovisation), Paul Spicer (Chorleitung) sowie Raphael Alpermann (Cembalo). Während des Studiums war er Stipendiat der DAAD- und Ad Infinitum-Stiftungen.

Im Sommer 2025 wurde William Peart als Künstlerischer Leiter und Dirigent an The English Choir Berlin berufen. Dort ist er für die Leitung sowohl monatlicher Gottesdienste im Berliner Dom als auch eines umfangreichen Programms an Konzerten, Tourneen sowie Rundfunkübertragungen verantwortlich.

Von 2022–2024 hatte William Peart einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin und von 2023–2026 unterrichtete er Orgel für den Thomanerchor Leipzig. Seit dem Wintersemester 2025/26 ist er als Interims-Dozent für Orgelliteratur und Improvisation am Institut für Kirchenmusik und Wissenschaft der Universität Greifswald tätig.

Sein musikalischer Schwerpunkt liegt gegenwärtig in Leipzig und Berlin.