Kirchenmusik (Diplomstudiengang)

Voigt-Orgel im Händel-Raum des Instituts. Bild: Stefanie Zeidler

Der Diplomstudiengang Kirchenmusik bereitet auf das breite Tätigkeitsfeld hauptberuflicher Kirchenmusiker vor. In einem Studium von neun Semestern Dauer erhalten Studierende dazu die künstlerisch-musikalischen, musikwissenschaftlichen, theologischen und pädagogischen Grundlagen. Das Greifswalder Institut bietet darüber hinaus intensive Erfahrungen auf Praxisfeldern der Kirchenmusik – etwa in der Gestaltung von Gottesdiensten und Konzerten und durch die Mitwirkung bei der Greifswalder Bachwoche.

Voraussetzung für das Studium sind in der Regel die Allgemeine Hochschulreife sowie das Bestehen einer musikalischen Eignungsprüfung. Bei besonderer musikalischer Begabung kann ausnahmsweise auch ein Realschulabschluss anerkannt werden.

Eignungsprüfungen (in Orgel- und Klavierspiel, Gesang, Musiktheorie) finden in der Regel im Januar/Februar und im Juni/Juli für das jeweils folgende Semester statt; die genauen Bedingungen und Termine finden Sie hier.

Zudem empfehlen wir Ihnen vorab ein fachbezogenes Beratungsgespräch (Prof. Dr. Matthias Schneider, matthias.schneideruni-greifswaldde).

Das Studium ist in zwei Abschnitte gegliedert: Im Grundstudium werden die Grundlagen des Fachs erarbeitet, vergleichbar einer Ausbildung zum nebenamtlichen Kirchenmusiker (das Vordiplom kann von der Landeskirche als C-Prüfung anerkannt werden). Das Hauptstudium führt zum Diplom und bietet neben der Vertiefung der Kenntnisse und Fertigkeiten die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen.

Die künstlerische Ausbildung besteht aus instrumentalem und vokalem Unterricht (Orgelliteraturspiel und -improvisation, Gesang, Klavier- und Partiturspiel sowie Generalbass, fakultativ auch Cembalo und Rock-/Pop-Piano), aus Chorleitung (inklusive Kinderchor- und Orchesterleitung) und Musiktheorie (Harmonielehre, Tonsatz und Gehörbildung). Die wissenschaftliche Ausbildung setzt sich aus Veranstaltungen zur Musikwissenschaft (Musikgeschichte, Formenlehre, Seminare zu besonderen Themen) sowie aus Veranstaltungen zu Liturgik, Hymnologie und theologischen Fächern zusammen, die auf die Arbeit in der Kirche vorbereiten.

Eine Stärke der Greifswalder Ausbildung sind die vielfältigen Praxisfelder: Neben einem sechswöchigen Berufspraktikum haben Studierende die Möglichkeit, in Gottesdiensten (auch gemeinsam mit Studierenden der Theologie) ihr Können zu erproben, in öffentlichen Konzerten erarbeitete Stücke aufzuführen (neben den institutsinternen Vorspielen z.B. in den ›Akademischen Orgelstunden‹) und an Musikfestivals und Oratorienaufführungen mitzuwirken. Die Universität bietet darüber hinaus eine breite Palette weiterer Studienangebote, etwa in der Sprachausbildung.